Erfolgreiche Erweiterung der Frauenmilchbank am Olgahospital des Klinikums Stuttgart um Virex
Dank der großzügigen Förderung durch BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“, einer sehr erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne über „Viele schaffen mehr“ der Volksbank Stuttgart sowie zahlreicher weiterer Spendengelder konnte der Förderkreis Neonatologie Ende 2025 das Projekt Virex erfolgreich realisieren.
Hintergrund des Projekts ist die besondere Bedeutung von Muttermilch für Frühgeborene: Rund 47 % der Schwangeren in Deutschland sind CMV-positiv. Während eine CMV-Infektion für gesunde Erwachsene und reif geborene Kinder meist unproblematisch verläuft, kann sie für extrem unreife Frühgeborene eine Gefahr darstellen. Da das Cytomegalievirus über die Muttermilch übertragen werden kann, gab es bislang nur die Möglichkeit, die Milch für 30 Minuten zu erhitzen, sodass auch wichtige Bestandteile der Milch zerstört wurden, oder die Milch roh zu füttern und das Risiko einer CMV-Infektion in Kauf zu nehmen. Mit dem Virex-Gerät eines Tübinger Herstellers steht nun eine moderne und schonende Lösung zur Verfügung: Die Muttermilch kann schnell und zuverlässig so behandelt werden, dass das CMV-Virus sicher inaktiviert wird, während gleichzeitig die wertvollen bioaktiven Bestandteile wie Proteine und Enzyme erhalten bleiben. Damit bleibt die Muttermilch das, was sie sein soll – die bestmögliche Ernährung für früh und krank geborene Kinder.
Nach der erfolgreichen Finanzierung in Höhe von rund 45.000 Euro wurde das Gerät inzwischen an die Frauenmilchbank am Olgahospital im Klinikum Stuttgart ausgeliefert. Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten eine umfassende Einführung in die Handhabung und Anwendung des Virex-Systems, sodass das Gerät nun sicher und routiniert im Alltag eingesetzt werden kann. Das Team der Frauenmilchbank zeigt sich äußerst dankbar und freut sich sehr über diese wertvolle Erweiterung. Mit Virex profitieren nun viele Frühgeborene von der schützenden und individuell angepassten Muttermilch – auch dann, wenn ihre Mütter CMV-positiv sind. Das Projekt stellt damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung der Versorgung und der langfristigen Gesundheit der kleinsten Patientinnen und Patienten dar. Der Förderkreis Neonatologie bedankt sich herzlich bei allen Förderern, Unterstützerinnen und Unterstützern, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Ihr Beitrag trägt ganz konkret dazu bei, Frühgeborenen einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen.
Weiterführende Infos zum Thema CMV:
- Ein Beitrag bei ZDF frontal unter: https://www.zdf.de/politik/frontal/cytomegalie-virus-unbekannte-gefahr-in-der-schwangerschaft-gesundheit-100.html
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