Für Papas
- Du bist eine wichtige Stütze für deine Frau und dein Kind. Achte auf dich und haushalte mit deiner Energie, sodass ihr alle gut durch diese anstrengende Zeit kommt!
- Bedenke: du steckst gerade in einer sehr herausfordernden Ausnahmesituation! Geht es dir mental schlecht, darf das sein – wichtig ist: hole dir Hilfe! Gehe ins Gespräch mit unserer Psychologin Frau Rupp oder suche dir Unterstützung außerhalb des Klinikums. Helfen kann auch, Kontakte zu anderen Betroffenen zu knüpfen – komm beim Café Känguru vorbei und fühle dich auch herzlich beim Elterntreff eingeladen! Es gibt auch eine Facebook-Gruppe zum Austausch für Frühchen-Papas: https://www.facebook.com/groups/fruehchenpapas
- Verbringe möglichst viel Zeit bei deinem Kind, lass dich in die Versorgung einweisen und übernimm alle dir möglichen Aufgaben. Das wirkt sich positiv auf dein Selbstvertrauen und die Nähe zu deinem Kind aus und stärkt eure Beziehung von Anfang an.
- Kuschel möglichst viel mit deinem Kind – Känguruen hat eine positive Auswirkung auf das Kind, es fördert das Wohlbefinden des Kindes, senkt Stressreaktionen, sorgt für ein ruhigeres Atembild und für eine stabilere Körpertemperatur.
- Eine schöne Übersicht mit Anregungen bietet auch der Flyer für Väter und Begleitpersonen von NeoMilk unter: https://neo-milk.uni-koeln.de/wp-content/uploads/2024/03/Vaeterflyer.pdf
- Versuche deine Frau möglichst zu entlasten.
- Versuche alle amtlichen und organisatorischen Dinge zu übernehmen, siehe hierzu den Abschnitt Nach der Geburt
- Kümmere dich um die elektrische Milchpumpe, die ihr gegen ein Rezept bei einer Apotheke ausleihen könnt. Infos zur Milchpumpe findest du auch hier: https://neonatologie-foerderkreis.de/fuer-eltern/eltern-wegweiser/fuer-mamas/#tab-id-1
- Damit deine Frau gut in die Milchbildung kommen kann, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung und viel Flüssigkeit wichtig. Besorge ihr gesunde Snacks wie Nüsse, Energyballs, Trockenfrüchte o.ä., die sie auch gut mit in die Klinik nehmen kann.
- Sorge dafür, dass euer Kühlschrank gefüllt ist und ihr regelmäßig etwas warmes zu essen habt. Die Zeit in der Klinik ist kräftezehrend und ihr benötigt viel Energie in dieser Zeit. Nehmt Hilfe von außen an und lasst euch von eurer Familie und eurem Umfeld mit gekochten Gerichten verwöhnen. Sie freuen sich, wenn sie etwas für euch tun können!
- Du möchtest deine Frau und dein Kind bestmöglich unterstützen, hast aber keinen “Mutterschutz” und nur begrenzte Urlaubstage. Sprich mit deinem Hausarzt über die besondere Situation und lass dich krankschreiben und/oder wende dich an den Sozialdienst im Olgahospital für Unterstützungsmöglichkeiten.
- Infos und mögliche Herangehensweisen findest du im Sozialrechtsratgeber des Bundesverbands auf S.17 Punkt 3.9 “Situation des anderen Elternteils”.
- Wenn ihr täglich (mehrmals) mit dem Auto zum Olgahospital kommt, könnt ihr ab dem 8. Aufenthaltstag zur Tagespauschale von 5 € parken.
- Geh dazu zur stationären Aufnahme im EG und lass dir den grünen Schein für die Parkvergünstigung ausstellen.
- Vor jeder Ausfahrt gibst du dein Parkticket zusammen mit dem grünen Schein bei der Infotheke ab und lässt die Rabattierung auf 5 € vornehmen. Dann zahlst du wie gewohnt am Automat und bewahrst die Quittung auf. Solltest du mehrmals am Tag ein- und ausfahren, bringst du die Quittung über die Bezahlung ebenfalls mit, gibst sie vor der Ausfahrt bei der Infotheke ab und erhältst damit die Rabattierung aller weiteren Fahrten auf 0€.
- Die Quittungen sammelst du, um später für die Fahrt- und Parkkosten für den Besuch eures Kindes einen Antrag auf Kostenübernahme bei eurer Krankenkasse zu stellen.
- Häufig benötigt ihr für den Antrag auf Kostenübernahme auch eine Bescheinigung über eure Anwesenheit von der Station. Ihr erhaltet sie zur Entlassung bei der Stationssekretärin.
- Tauscht euch mit den anderen Papas und Mamas auf Station aus – das ist so wichtig! Ihr sitzt in einem Boot und könnt euch gegenseitig unterstützen, Tipps geben und Fragen stellen!
- Kommt Mittwochs um 13 Uhr zu unserem Café Känguru ins Elternzimmer: https://neonatologie-foerderkreis.de/fuer-eltern/cafe-kaenguru/
- Nehmt an unseren kostenfreien Babykursen teil!
- Kommt, wenn ihr Zuhause angekommen seid, bei unserem Elterntreff vorbei!
Schon während des stationären Aufenthalts besteht die Möglichkeit, in Kontakt mit unserer psychosozialen Elternbegleiterin Frau Rupp zu kommen. Du kannst direkt bei deinem Kind, z.B. während des Känguruens, ins Gespräch mit ihr gehen. Bitte die Pflegekräfte oder Ärzte darum, einen Kontakt für dich herzustellen. Gerne darfst du dich auch selbst bei Frau Rupp melden unter:
- Mechthild Rupp, Dipl. Psychologin, Tel: 0711/278-74692, m.rupp@klinikum-stuttgart.de
Während des stationären Aufenthalts habt ihr auch die Möglichkeit, ein Gespräch mit einer SeelsorgerIn, auch direkt bei deinem Kind, z.B. während des Känguruens zu führen. Bitte die Pflegekräfte oder Ärzte darum, einen Kontakt für dich herzustellen. Gerne darfst du dich auch selbst bei Frau Säuberlich melden unter:
- Annette Säuberlich, ev. Pfarrerin, Tel: 0711/278-72022, a.saeuberlich@
klinikum-stuttgart.de - Den Flyer der SeelsorgerInnen im Olgahospital findet ihr hier: https://neonatologie-foerderkreis.de/wp-content/uploads/2026/02/Flyer-2025_4.pdf
Das Seelsorgerische Team des Klinikums bietet auch Gottesdienste – vor Ort und im Lifestream. Infos und Termine findet ihr hier: https://www.klinikum-stuttgart.de/patienten-besucher/ihr-aufenthalt/waehrend-des-aufenthalts/seelsorge
Wenn du dir psychologische Betreuung außerhalb des Klinikums wünschst, gibt es verschiedene Anlaufstellen und Praxen, die für dich passend sein können. Wichtig ist immer, dass du dich mit der TherapeutIn wohlfühlst.
- Psychotherapeutische Praxen in Stuttgart:
Suche z.B. über therapie.de (hier kannst du nach Wohnort suchen und die Suche z.B. auf Kassenzulassung einschränken) oder Google nach Psychotherapeutischen Praxen. Wenn du eine Praxis gefunden hast, melde dich dort (meist gibt es telefonische Sprechzeiten) und vereinbare einen Termin. Üblicherweise wird bei einem freien Therapieplatz mit Probesitzungen begonnen. Während dieser Sitzungen kann man feststellen, ob eine Psychotherapie passend und erfolgreich sein kann. Im Anschluss wird ein Antrag bei der Krankenkasse zur Übernahme der Therapie gestellt, der üblicherweise befürwortet wird. Eine Auswahl an möglichen Praxen in Stuttgart, die auf Mütter fokussiert sind, findest du hier:
- Claudia Regensburger, Tel. 0711 45781
Bei der Suche nach einer passenden Praxis unterstützt dich auch sehr gerne Frau Rupp, unsere Psychologin auf Station.
- Psychotherapie-Ambulanz Stuttgart:
https://www.psychotherapie-ambulanzen.de/content/ambulanz-stuttgart
- Emotionelle Erste Hilfe (EEH):
Emotionelle Erste Hilfe (emotionelle-erste-hilfe.org)
Dort kann man die Suchfunktion nutzen um TherapeutInnen in der Nähe zu finden. In Stuttgart: https://www.emotionelle-erste-hilfe.org/mitglieder/elisabeth-parrotta/ - Psychotherapeutische Babyambulanz Stuttgart:
Ihr erhaltet hier Hilfe bei Belastungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett: https://babyambulanz-stuttgart.de/ - Licht & Schatten e.V.:
Der Verein für an Wochenbettdepression erkrankte Menschen mit vielen verschiedenen Hilfsangeboten https://www.schatten-und-licht.de/index.html - Hotline für Frühcheneltern “Nummer gegen Frühchen-Kummer” des Bundesverbands das Frühgeborene Kind:
Mo, Di, Do, Fr 9 – 13 Uhr / Mi 16 – 20 Uhr
aus DE 0800 – 875 877 0
aus AU 0800 – 878 877 - Der Bundesverband “Das Frühgeborene Kind” e.V. bietet in regelmäßigen Abständen kostenfreie Webinare an, die sich u.a. mit dem Verarbeiten der Frühgeburt beschäftigen (“Selbstfürsorge: Mentale Stärke für Frühcheneltern”). Infos zu diesem und anderen Webinar-Angeboten findet ihr im Menüpunkt Kursangebot.
Ein wertvoller Begleiter kann das Buch “Frühchenpapa” von Daniel Pelz sein. Es ist über den Bundesverband bestellbar unter folgendem Link: https://shop.fruehgeborene.de/fruehchenpapa_sachbuch-08.htm